Presse

OX vergibt 8 von 10!

Marko Fellmann schreibt:

“Ich kenne keine andere deutschsprachige Band die so klingt – nämlich spannend. Drei hervorragend eingespielte Musiker präsenmtieren auf ihrer selbstbetitelten CD Post-, Noise- und Stoner-Rock, der diese Schubladen nicht verdient, aber irgendwo dazwischen einsortiert werden muss. Man könnte auch Einflüsse wie TOOL, AEROGRAMME oder BLACKMAIL nennen, würde aber um den heissen KATZENSTREIK herumreden: Diese drei Herren machen ihr eigenes Ding und das so gut, dass die CD immer durchläuft, nicht auf Pause gedrückt wird, sie nicht im regal verschwindet. Alles richtig gemacht. Kurt Ebelhäuser, bitte übernehmen Sie!

Amboss-Mag.de befindet unsere Scheibe für “Gut”

Das Trio aus Hannover fand sich 2009 zusammen und veröffentlicht nun nach ihrem Debüt “Biotop” ihr selbstbetiteltes Zweitwerk. Geboten wird dem Hörer eine straighte Portion Indie Rock mit deutschen Texten. Allerdings ist Gesamtkonstrukt neben eingängigen Hooklines auch des Öfteren mit noiseartigen Fragmenten und trashigem Gitarren Geschrammel versehen.

Ein wenig klingt es so, als hätten sich Fehlfarben mit Tool zusammengetan. Der Gesang kommt ebenso roh, wie die Musik daher. Die Saiten werden mit einer aggressiven Note gespielt und auch textlich bietet man eine unterschwellige Aggression, die im Ein-Satz-Text von “Frust” auch mal knallig auf den Punkt gebracht wird. Neben Bretter-Arien gibt es auch mal ruhige Facetten, wie in der Schmirgelpapier-Ballade “vor dem Start”. Textlich arbeitet man mit reichlich Metaphern und lässt die Musik mit einigen (mal verstörten) Tempiwechsel sehr abwechslungsreich erklingen. Insgesamt eine interessante Alternative zum sonstigen, mainstreamigen Rock mit deutschen Texten.

Plastic Bomb gibt sich die Ehre:

14.05.2013

Wow, handwerklich wirklich sehr versierte Scheibe. Musikalisch begehen KOMPLIZE trotz des Namens keine hörbaren Verbrechen. Es sei denn man hält so Sachen wie MOTORPSYCHO, TOOLund Konsorten per se für Ton gewordene Untaten. Wobei zu sagen ist, dass diese Vergleiche wirklich nur grobe Bezugspunkte sind, die  3 Herren haben es in der Tat geschafft einen eigenen unverwechselbaren Sound zu kreieren. Gesungen wird auf deutsch. Die Texte arbeiten viel mit Bildern, lassen aber dennoch an Deutlichkeit nicht mangeln: “1000 meter zu gehen du fühlst keine Beine mehr 1000 meter zu gehen und endlich im weg stehen 1000 meter zu gehen bloß nicht mehr im kreis drehen aussicht auf Erfolg gleich null wir haben den götzendienst geleistet doch es bleibt wie es war hier bleibt`s wie es war (…)“ Interessante und gut gemachte Mischung aus Stoner und Alternative (hätte nie gedacht, dass ich sowat mal schreiben würde). Übrigens dazu auch noch DIY…  -Basti-

Und wieder eine Rezension:

Rockszene bewertet unser Album mit 8 von 10 Punkten – Danke!

16.05.2013

„Die Komplizen fanden im Jahr 2009 beim Schmierestehen zusammen“ eröffnet die Bandinfo. Seitdem lässt es das Trio Banse, Nielsen und Weingart krachen.

Die neun Songs ihres Albums wurden im Sportstudio Linden weitestgehend live an einem einzigen Wochenende eingespielt. Das spricht für ein hohes musikalisches Können der drei Herren oder für einen sehr leeren Geldbeutel. Die Idole wie Motorpsycho oder Tool hört man sehr schnell heraus. Gewaltiger Stoner/ Postrock dröhnt los. Mit deutschen Texten versehen, klingt das im ersten Moment sehr ungewöhnlich, auch wenn das natürlich schon einige Vertreter genauso machen.

Die drei Herren schaffen es bei aller Ballerei wirklich schöne Klangbilder zu erzeugen und interessante Rhythmen und Strukturen zu verwenden. Das macht Spaß und sollte in Linden oder in Punk/ Hardcore lastigen Juzis richtig gut funktionieren. Doch darauf möchte ich die Band gar nicht reduzieren. Da geht viel mehr.

„Frust“ ist ein schönes Beispiel für die Vielseitigkeit und mitreißende Brachialität der Band. „Vor dem Start“ überzeugt mit einem hypnotisierenden Text/ Aufbau. Lob geht auch an die Produktion des Albums, die sehr organisch und nicht tot-komprimiert daher kommt. Bei Bedienung des Lautstärkereglers (An alle unter 20: das ist meist das große, runde Ding unten rechts) kommt das richtig gut.

Gelegentliche Längen in den Kompositionen oder Schwächen bei den Vocals werden durch ein stimmiges Feeling wieder wettgemacht. Man darf hoffen, dass die Komplizen den Arsch hochkriegen um Konzerte zu spielen, damit ihre Musik mehr Leute erreicht.

Fazit: Interessantes Stück Musik.

Jan Hagerodt
(8 / 10 Pkt.)

 

 Und die nächsten folgen:

 

www.magascene.de schreibt:

KOMPLIZE:
-.-
(CD, Album, Eigenlabel)

Holger Banse, Tim Nielsen und Ben Weingart heißen die Komplizen. Die Songs zu diesem Album haben sie weitestgehend live an einem Wochenende im Sportstudio Linden eingespielt (später kamen noch ein paar zusätzliche Takes hinzu). Und die „Live-Energie“ merkt man ihren Titeln an. Hier wird Spannung aufgebaut, solange, bis „High Voltage“ angezeigt wird und dann lassen sie es explodieren. Deutsche Texte. Spannendes Album!

 

Die erste Kritik zum neuen Album KOMPLIZE 2013:

www.langeleine.de – Jörg Smotlacha -  schreibt:

Kopfkino

Das Verhör: “Komplize” von Komplize

Mit einem speziellen Artwork kommt das zweite Album der hannoverschen Noise-Rock Combo Komplize daher: Die Songtitel werden auf dem Back-Cover der CD ausschließlich als Bilder dargestellt und auch im Innenteil des Booklets dominieren, neben den deutschen Songtexten, die Fotos – allesamt formalistische Detailaufnahmen von Gebrauchsgegenständen. Und genauso ambitioniert kommt die Musik des Trios in die Wertung: Da sind neben Gitarre, Bass und Schlagzeug auch Megafon, Stylophon, Baritone und Kaoss Pad im Einsatz, und es sind jede Menge Geräusche und Wortfragmente zu hören. Der Rest ist Core, ist Stoner, ist ein bisschen Emo, manchmal Indie, auf jeden Fall Alternative und durchaus eigen und deswegen hörenswert.

“Meer und los”, “Götzendienst”, “Vor dem Start” oder “Dein Kopf geht auf” – die Songs der Hannoveraner leben durchweg von diversen Tempowechseln und einem hohen Spannungsbogen. (…) Komplize machen keine Kompromisse, brettern in einem Moment ungeniert nach vorn, nur um im nächsten ruhigere Passagen beinahe bis in die Unendlichkeit auszudehnen. Das alles ist großes Kopfkino. Am Überzeugensten gerade dann, wenn eine Idee auch einfach mal im Raum stehen darf wie im brachialen “Frust”, dem ruhig startenden, sich erst ganz langsam zu einem wahren Soundwall auftürmenden “Kois” oder dem melodischeren, namenlosen Song Nummer sechs. Keine Frage: Tim Nielsen, Holger Banse und Ben Weingart sind eine Bereicherung für den modernen Noise-Rock. Nicht nur in Hannover.

Ältere Kritiken zum Debut-Album “Biotop” von 2009 und Live-Kritik

IN YOUR FACE

KOMPLIZE, aus der Heimatstadt des IYF – Hannover – kommend, knallen dem Hörer 12 Kracher mit Namen wie “Schminkkontest”, “Unter Tage” oder “Menschliches Biotop” vor den Latz, alle zu finden auf ihrem Debütalbum “Biotop”. Die aus Mitgliedern von mehr oder weniger bekannten Bands wie LEVEL O MANIA oder HAMMERHAI bestehende Band macht, wie man aus den Titeln der o.a. Stücke entnehmen könnte, nicht etwa Punkrock, sondern sie bewegt sich eher auf einem abseits der Mainstreampfade steinigen Alleingang zwischen Rock, Stoner und Alternative. Alles wird dann z.T. mit deutschen Texten zu einem absolut hörenswerten Brei vermischt, wobei hier kaum eine Vergleichsreferenz möglich ist und dem interessierten Hörer deshalb die myspace-Seite dieser ungewöhnlichen Band aus Niedersachsen empfohlen wird. Allerdings kann man sich dort nur bedingt ein Urteil über KOMPLIZE und das Gesamtalbum “Biotop” verschaffen, gibt es doch nur 5 Appetizer, die allerdings doch Appetit auf das Gesamtmenü machen.

Wer eine gute, abwechslungsreiche und kreative Band kennenlernen möchte und mit den Songs etwas anfangen kann, sollte sofort zugreifen und sich – auf welchem Weg auch immer -  das Album “Biotop” zukommen lassen!

OX Fanzine

KOMPLIZE aus Hannover beherrschen den düster-stonigen 90er-Rock ziemlich perfekt. Ständig zwischen Rhythmen springend, schafft es das Trio in seinen Instrumentalstücken, ein erstaunliches Klanggewitter loszutreten.

KUR KONZERTE

Die heimische Noise-Rock-Gemeinde ist hoch erfreut, denn mit KOMPLIZE ist nach langem Warten der ersehnte Level-O-Mania-Nachfolger mit ¾ der alten Besetzung am Start. Dass sich dies schnell über lokale Gefilde hinaus rumsprechen dürfte, wird beim Hören des Debüts „Biotop“ umgehend klar…

Dabei ist die volle Breitseite wohl dosiert, der Frickelfaktor eher gering und Pop-Flirts erlaubt. Ein durchgängig pumpender Bass, treibendes Schlagzeug und eine sehr bewusst, meist verzerrer-wandige & oft reduziert eingesetzte Gitarre ergeben ein musikalisches Gemenge mit hoher Mosh-Motivierung und gebanntem Eintauchen in vielschichtige Songs. Die beiden Instrumental-Stücke überzeugen unter anderem dadurch, dass die 3 Komplizen sich für ihre Musik auch mal Zeit nehmen und lassen (beim 1.Hören von „Thanner“ kam mir spontan –nicht wundern- Pink Floyds „shine on you crazy diamond“ in den Sinn. J Vergleiche mit Isis treffen es dann aber doch deutlich besser. Sehr entspannt aufgebaut, das Ganze).

Bevor hier jetzt aber falsche Schlüsse gezogen werden könnten, muss ausdrücklich klar gestellt werden: Dieses Album rockt, knallt, hat Gesicht & Stil. Und sucht bis auf weiteres seinesgleichen…

CD (12 tracks/ 46:22 min.)

blueprint fanzine

Biotop

(bc) Die Band KOMPLIZE wurde erst letztes Jahr in Hannover gegründet, und schon steht sie mit ihrem ersten Album in den Startlöchern. “Biotop” ist jedoch alles andere als ein Schnellschuss, denn die Band um den ehemaligen HAMMERHAI-Gitarristen Tim Nielsen hat ein sehr ausgereiftes und eigenständiges Werk erschaffen. Ihre extrem groovige Musik zu beschreiben, ist dabei gar nicht mal so einfach, denn sie zelebrieren hier einen Cocktail, der ebenso aus Noise- und Stoner-Rock besteht, aber gleichzeitig Indie- und Alternative-Elemente beinhaltet. Ihr Sound erinnert beispielsweise immer wieder wahlweise an TOOL, QUEENS OF THE STONE AGE oder auch SUCH A SURGE (nur eben ohne Rap-Einlagen), wechselt dann aber im nächsten Moment schon wieder in eine andere Richtung und wirkt dennoch stets homogen. Sie nehmen sich die Zeit, an einigen Stellen auszuschweifen, gehen an anderer Stelle wiederum mit schwerem Gitarrengeschütz zu Werke, finden dabei aber immer wieder den Weg zurück zur Tanzbarkeit. Zugegeben, man muss sich anfangs auf diese, in Kombination mit den deutschen Texten, durchaus ungewohnte Mischung einlassen. Doch KOMPLIZE legen hörbar eine enorme Spielfreude an den Tag und haben durchaus das Potenzial, sich im Laufe der Zeit eine treue Anhängerschaft zu erspielen. Mal sehen, wohin die Reise geht.
Bewertung: 6.5 blueprint-stars

hooked-on-music

KOMPLIZE ist ein noch ziemlich frisches Trio aus ehemaligen Mitgliedern von den Bands HAMMERHAI und LEVEL O MANIA, die kurzerhand aktiv wurden, um nicht wie ein Komplize nur in der Ecke Schmiere zu stehen, ein Studio enterten und “Biotop“ aufnahmen. Herausgekommen ist dabei ein herrlich eigenartige und unkonventionelle Mischung aus Stoner Rock, gerne auch ein bisschen noisig (Smith, Wesson And Me), Post Rock (Thanner) und leidenschaftlichem, fast schon an Emo erinnerndem Alternative Rock (Unter Tage; Nach Oben Buckeln, Menschliches Biotop). Gerne wird auch herzhaft geschrammelt, dann wieder beweist man Sinn für zwingende Riffs und treibende Grooves (Gute Reise).

Tim Nielsen ist zwar kein geborener Rockshouter, aber mit viel Herzblut bei der Sache, das Schlagzeug treibt die Geschichte hier ordentlich an und die Saitenfraktion versteht sich sowohl auf zupackende Hooks als auch auf munteres Independent-Gefrickel. Das größte Plus von “Biotop“ ist die Vielseitigkeit und die entschlossene Energie, mit der man die Dinge anpackt und auch textlich beim Namen nennt, ein Augenzwinkern immer mitinbegriffen.

Wer also meint, Deutschrock ist nur noch entweder ein verschnarchtes Auslaufmodell alternder Rockmusiker oder ein Sammelbecken für trendhechelnde Konsensware (SILBERMOND etc.), sollte diesen Jungs mal eine Chance geben. Hier wird kerniger, hochgradig abwechslungsreicher Underground lustvoll dargeboten, dass es richtig Laune macht. Dieser Komplize hält in Wirklichkeit alle Fäden selbst in der Hand.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 16.06.2009

Nun gibt es die Band KOMPLIZE, die das feurigflüchtige Konzept der
Raketenenergie konsequent in das erdig-feuchte, sinnliche Klima eines wuchernden
Postrock-Biotops überführt.
Weiterhin ist da dieser energische Wall Of Sound, der Dich mit Rhythmus, Intensität und
Melodie anspringt, ja bedrängt, und auch wieder viel ambitionierter, gemütsvoller Text
(”Menschliches Biotop”, “Besser” oder “Smith, Wesson & Me”). Banse am Schlagzeug,
Weingart am Bass und Nielsen mit Gitarre und Gesang lassen bei den mal kompakten, mal
skizzenhaft suchenden Songs im Geiste des Postrock viel Raum für Collage, für Petting
und Spiel. Mit seiner Lust an improvisierten, introvertierten Passagen gefällt der Rock von
Komplize sicher auch sensiblen, verträumten Menschen.

(Satdtkind 01/2009)

LIVE KRITIK

SCHALLGRENZE

Eigentlich wollte ich den Abend gemütlich auf dem Sofa verbringen. Vielleicht noch einen lauwarmen Früchtetee und auf  Arte einen japanischen Tierfilm mit kirgisischen Untertiteln über das Liebesleben der gemeinen Blauschwanzamöbe schauen. Habe mich dann für ein Konzert von Komplize im Cafe Glocksee in Hannover entschieden.

Wie das so üblich ist, beginnt das Konzert um 21 Uhr und Komplize starten pünktlich um Halbelf mit ihrem Set. Es wurde ordentlich auf`s Mett gehauen. Das Intro beginnt zwar mit  gemächlich dahinrollenden, noisigem Stoner-Rock. Danach wird es aber zunehmen kompakter. Die Drei lassen es ordentlich krachen. Vom Schlagzeug druckvoll nach Vorne getrieben, pumpender Bass und akzentuierte, scharfe Gitarrensounds. Auch der Pop blitze ab und an mal durch, wurde aber genüsslich von Metal-Riffs in seine Bestandteile zersägt. Was mir an der Musik von Komplize, Live und auf Konserve, besonders gefällt, ist die Unberechenbarkeit ihrer Songs. Die Musik lässt sich schwerlich einordnen, und das ist schon mal postiv und spannend.

Wie es sich für einen alternativen Laden gehört, waren die Getränkepreise mehr als human. Ich habe mir einigige Flaschen Bionade gegönnt und habe wahrscheinlich deswegen heute einen dicken Kopf.